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Bild zu Gemeindeleben
Präsentation

Präsentation der Gemeinde

Wer zum ersten Mal in die rue Spontini kommt, wird schnell feststellen, dass hier vieles anders ist als in einer Kirchengemeinde in Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Dies liegt vor allem an der besonderen Situation, in der sich eine Auslandsgemeinde befindet. Zum Einen besteht die Gemeinde zum größten Teil aus Menschen, die nur für einen begrenzten Zeitraum nach Paris kommen, um hier zu arbeiten oder zu studieren, während nur ungefähr ein Drittel dauerhaft hier seinen Wohnsitz hat. Zum Anderen ist der Einzugsbereich einer Auslandsgemeinde ein ganz anderer als der einer Territorialgemeinde. Die Gemeindemitglieder wohnen nicht im unmittelbaren Umkreis, sondern teilweise mehr als 30 km von der Gemeinde entfernt.

Diese besondere Situation hat natürlich sowohl seine Vor- aber auch seine Nachteile. Ein großer Vorteil ist mit Sicherheit, dass es in der Gemeinde dadurch sehr viele Familien und junge Erwachsene gibt und der Altersdurchschnitt somit viel niedriger ist als man das oftmals von Kirchengemeinden in der Heimat kennt. Der ständige Wechsel fördert auch, dass immer wieder neue Ideen und Initiativen entstehen, die Gemeinde also immer wieder in Bewegung und offen für Neues ist. Das spiegelt sich in der gesamten Atmosphäre wider und so man hat als Neuankömmling das Gefühl, direkt dazu zu gehören.

Der Nachteil ist aber auch, dass es eben immer wieder heißt, von Liebgewonnenem Abschied nehmen zu müssen. Menschen, die einem im Laufe der Zeit wichtig geworden sind, gehen wieder in ihre Heimat zurück oder werden in ein anderes Land versetzt; Gruppen, die auf ihre Initiative entstanden sind, lösen sich wieder auf. Auch das gehört zum Leben unserer Gemeinde. Man könnte es auch so umschreiben: παντα ρει Alles fließt. Die Gemeinde ist immer unterwegs, immer auf dem Weg zu Neuem. Doch wir glauben daran, dass wir diesen Weg nicht alleine gehen. Wir gehen ihn als Gemeinde zusammen mit Gott, der uns die Richtung weist.

Eine Grundkonstante unserer Gemeinde ist daher auch der Sonntagsgottesdienst zu dem wir uns versammeln, zu dem viele sich von weit her aus dem Umland auf den Weg machen. Wir feiern unseren Glauben an den einen Gott in unserer Sprache, eine wichtige Tatsache, die entscheidend dafür ist, dass so viele sonntags den teilweise weiten Weg zur Gemeinde auf sich nehmen. Denn Sprache bedeutet Heimat und auch dieses Gefühl, zu Hause zu sein, gehört zu den Besonderheiten, die unsere Gemeinde ausmachen.

Doch besteht das Gemeindeleben nicht nur aus der gemeinsamen Feier des Gottesdienstes, sondern aus vielen Aktivitäten und Gruppierungen. Die folgenden Seiten geben einen Überblick über dieses rege Gemeindeleben.