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ADiA

Franziskus Wimmer (2015 - 2016)

Liebe Gemeinde,

Schon fast ein Jahr ist es her, seit ich die Reifeprüfung, mein Abitur, erfolgreich absolviert habe.

Die Zeit des Abiturs ist eine Zeit der Entscheidungen. So auch bei mir! Nachdem ich von eurer Gemeinde und der freiwerdenden Stelle für einen Freiwilligen gehört habe, war mir sofort klar, dass ich gerne nach Paris kommen würde, weil sich hierin eine einmalige Chance bot, für ein Jahr in dieser Form ins Ausland zu gehen und eine Weltstadt zu erleben. Ein weiterer Grund für meine schnelle Entschlossenheit und anschließende Bewerbung lag darin, dass ich u.a. in Französisch das Abitur ablegen sollte, wodurch ich sehr vertraut war mit der französischen Kultur, die mir von Anfang an sehr gut gefiel. Zwar konnte ich mir schon vorstellen, dass ein Jahr ohne meine Freunde, Gewohnheiten und meiner natürlichen Umgebung lang werden kann, aber der Gedanke daran, in einer Weltmetropole wie Paris zu leben und über ein ganzes Jahr hinweg Lebenserfahrung durch das große Unbekannte zu sammeln, ließ mich alles andere ausblenden. Und so fuhr ich im August 2015 mit einem enormen Glücksgefühl über die Zusage und mit voller Vorfreude nach Paris, um meine Stelle für den „Anderen Dienst im Ausland“ (ADiA) anzutreten. Nun bin ich schon fast am Ende meines Auslandsjahres angekommen und kann einen kurzen Rückblick geben, inwiefern meine Erwartungen und Wünsche erfüllt oder gar noch übertroffen worden sind:
Ich bin unendlich froh, dass ich mich für die Stelle beworben habe, da ich eine fremde Kultur live kennen lernen durfte, ungemein viel erlebt und gesehen habe, überaus viele prägende Unterhaltungen geführt habe, wichtige Freundschaften geknüpft und mich auch ein Stück weit selbst gefunden habe; nicht zuletzt auch, was die Studienfragen angeht. Diese Erfahrungen sind für mich sehr wertvoll und in meiner persönlichen Entwicklung im Nachhinein nicht mehr wegzudenken.

Natürlich gibt oder gab es auch Phasen, in denen ich mich nach Hause sehnte oder in denen ich Hürden zu überstehen hatte, da so viel Neues auf einmal auf mich zukam. So konnte es schon einmal überfordernd oder stressig sein, wenn ich mit neuen Arbeitsabläufen oder anderen Bräuchen konfrontiert wurde. Auch kann ganz allgemein das Leben in einem anderen Land, mit fremder Sprache und Gewohnheiten sehr fordernd sein. Aber genau dieses „Sich-überwinden-können“ gehört, wie ich finde, zum Leben dazu, egal, wo man lebt oder sich befindet. All diese Situationen so gut gemeistert zu haben, erfüllt mich jetzt gegen Ende meiner Tätigkeit in St. Albertus mit dankbarer Zufriedenheit und auch ein wenig mit Stolz und ich gehe davon aus, dass all diese Erfahrungen, die ich hier machen durfte, in meinem zukünftigen Leben prägend und hilfreich sein werden. Dass dies alles zur Realität werden konnte, verdanke ich dem Herrn Sedlmeier und den beiden Sekretärinnen Petra Neier und ihrer Nachfolgerin Beate Gahr-Beuzelin, mit denen ich dieses Jahr zusammengearbeitet habe. An dieser Stelle: Vielen Dank für Alles. Ich fühle mich auch in eurer Gemeinde St. Albertus sehr wohl und arbeite gerne hier, da ich mich sehr gut von der Gemeinde aufgenommen fühle. Ich habe hier sehr viele nette, interessante und wohlwollende Menschen kennengelernt, von denen ich immer etwas Neues lernen konnte. Vielen Dank auch an euch!

Bien amicalement et à bientôt,

Franziskus