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Valentin Aich (2002 - 2003)

Liebe Gemeinde,

Mein "Anderer Dienst im Ausland" endete am 31. August 2003, genau an dem Tag, als in ihrer Gemeinde der ZDF-Fernsehgottesdienst stattfand. Dieses Datum ist für mich daher mit zwei besonderen Ereignissen verbunden, eben dem Fernsehgottesdienst und meinem Abschied aus ihrer Gemeinde. Dies spiegelt gut die beiden Seiten eines Abschiedes wider, die freudige und die trauernde: Zum einen freut man sich auf etwas Neues, zum anderen trauert man dem Vergangen nach. Genauso ging es mir natürlich auch.

Das Jahr in ihrer Gemeinde war eine unschätzbar große Erfahrung für mich. Da war zum einen die schwierige Anfangszeit. Ich lebte, von einem tag auf den anderen, alleine in einer Großstadt und nicht irgendeiner Großstadt, nein, Paris! Alles war plötzlich anonym, laut und hektisch. Ohne die Gemeinde als Ausgleich wäre mir diese Zeit bestimmt noch schwerer gefallen.

Aber ich wurde hier in der Gemeinde von Anfang an herzlich empfangen. Und so ging es mir, wie vielen von Ihnen bestimmt auch. Nach und nach fiel es mir immer leichter, in Paris zu leben. Ich fand Freunde, entdeckte die unzähligen Museen, ging in Konzerte und lernte immer mehr die liebliche und schöne Seite vom Leben hier kennen. Während meiner Zeit hier ist mir Paris schon so sehr ans Herz gewachsen, dass ich sogar das Fahrradfahren im dichtesten Verkehr vermisse.

Auch für die vielfältigen Erfahrungen, die ich bei der Gemeindearbeit sammeln durfte, bin ich sehr dankbar. Vom Plakate erstellen über das Warten der Homepage bis zum Messnerdienst ging meine Tätigkeit, und langweilig wurde es bestimmt nie; vor allem auch, weil ich es mit so vielen verschiedenen Menschen zu tun hatte. Zum einen natürlich mit allen Gemeindemitgliedern, ganz speziell aber mit den vielen Gruppen, in denen der Kontakt doch sehr eng war. Ministranten, Instrumentalisten, Männerstammtisch, Ge­mein­de­rat und noch einige andere Teams. Ob es die Musikproben waren oder der Gemeindeausflug, immer war es schön und hat Spaß gemacht.

Mit Wehmut verabschiede ich mich von Ihnen allen und sage nicht "adieu", sondern "au revoir".

Ihr Valentin Aich